Wie versichere ich ein Lastenrad / Cargobike?

Umweltfreundliche Mobilität ist ein immer attraktiver werdendes Thema, das sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen betrifft.

 

Glücklicherweise liegen nachhaltige Alternativen immer mehr im Trend, darunter auch die praktischen und umweltfreundlichen Lasten- oder Cargofahrräder. 

Diese haben den großen Vorteil, dass sie eine gute Alternative zum Auto sind. 

Sie bieten ausreichend Stauraum für Menschen, Tiere und Waren.

Außerdem kann man mit dem Lastenrad auch den lästigen Stadtverkehr umgehen und spart so kostbare Lebenszeit..

 

Nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbandes wurden in Deutschland im vergangenen Jahr über 100.000 Lastenrad-Modelle verkauft.

Insgesamt entspricht dies einem Zuwachs von rund 36 Prozent.

Zudem verfügen rund drei Viertel der Lastenräder über einen elektrischen Zusatzantrieb.

Doch die Tendenz ist weiter steigend.

Laut einer Umfrage unter 38 Herstellern in Europa könnte der Absatz bis Ende des Jahres 2022 auf rund 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen.

Auch deshalb ist eine passende Versicherung für das Lastenrad (ob für die private Nutzung oder den Verleih) unumgänglich.

Versicherung für Lastenräder im Verleih

Es gibt heutzutage nur wenig Alternativen, die den Anforderungen eines Lastenradverleihs entsprechen. Wichtig hier ist, dass nicht nur die alltäglichen Schäden abgedeckt sind, sondern auch das Thema Unterschlagung abgedeckt wird.

Unterschlagung liegt vor, wenn jemand vorsätzlich oder rechtswidrig eine fremde bewegliche Sache sich selbst oder Dritten zueignet.

Denn sollte im Verleihgeschäft ein Kunde das Fahrrad trotz Aufforderung nicht zum Händler zurückbringen, so handelt es sich nicht um den reinen Diebstahl.

 

So können sich Händler oder Hersteller mit einer Absicherung gegen Unterschlagung vor unnötig hohen Kosten wehren. 

Selbstverständlich sollten in der Versicherung gegen Unterschlagung auch die gängigen Schäden abgedeckt werden.

Versicherung für Lastenräder als private Nutzung

Lastenräder werden auch von Privatpersonen genutzt, um beispielsweise den nervigen Autoverkehr zu umgehen und dennoch schwere Waren und Güter von A nach B zu befördern.

Da dadurch eine erhebliche Last dem Bike ausgesetzt ist, sollten die Komponenten gegen jede Eventualitäten geschützt sein.

So wäre es von Vorteil, das Lasten- oder Cargobike nicht nur gegen Diebstahl abzusichern, sondern auch gegen jede Beschädigung und Verschleiß. Denn je mehr Last einer beweglichen Komponente ausgesetzt ist, desto mehr Reibung entsteht und so ist die Abnutzung deutlich höher als bei Fahrrädern, die im Vergleich dazu nur 15 kg wiegen.

Lastenräder schlagen mit deutlich höheren Eigengewichten zu Gute, beispielsweise das Babboe Go-E wiegt stattliche 72 kg. Da ist es logisch, dass die einfache Kettenschaltung von Shimano (7-Gang) deutlich häufiger getauscht werden muss als bei einem normalen Fahrrad.

Versicherungen sollten Verschleiß zumindest für die ersten Jahre nach Kauf voll abdecken und keine Ausnahmen (wie zum Beispiel Bremsen und Reifen) haben.

Es gibt viele Versicherungen, die Verschließ nur bei 

 

Da es Lasten- und Cargobikes auch mit Hilfsmotor gibt, sollten auch die elektronischen Komponenten einen Versicherungsschutz haben.

Cube hat beispielsweise eine Vielzahl von Lastenrädern auf den Markt gebracht wie zum Beispiel das CUBE Sport Dual Hybrid 1000, wo der Cargo Line Generation 4 Motor schon mehrere hundert Euro kostet.

Selbstverständlich sollten vor allem die elektronischen Komponenten in den ersten jahren nach Kauf der Garantie des Händlers / Herstellers unterliegen.

Doch danach, bieten gute E-Bike-Versicherungen einen guten Schutz der euren Komponenten. Und das sollte nicht nur bei “normalen” Elektronikschäden der Fall sein, sondern auch bei unsachgemäßer Handhabung oder Verschleiß.

 

Doch Cargobikes werden nicht nur zum Transport von Gütern immer beliebter, auch der Transport von Kindern oder Tieren ist immer gefragter.

So hat sich beispielsweise Carqon darauf spezialisiert, das reine Transportmittel und die Beförderung von Kindern zu kombinieren.

In dem Carqon Classic haben 2 Kinder und eine Maxi Cosi Halterung ausreichend Platz.

Zudem kann die Akkuleistung und die Schaltung selbst gewählt werden.

Danke der Kindertür ist ein Ein- und Aussteigen problemlos möglich.

Versicherung von gebrauchten Lastenrädern

Doch nicht nur neue Lasten- oder Cargobikes möchten versichert werden, immer mehr Nutzer fragen für gebrauchte oder abgekaufte Bikes einen Versicherungsschutz an.

Bei vielen Versicherern ist auch das heutzutage möglich.

Allerdings gibt es auch hier oft Einschränkungen wie zum Beispiel die Absicherung der Verschleißteile.

Gute Versicherer bieten den Verschleißschutz für 3 Jahre nach Rechnungsdatum an, sehr gute Versicherer sogar für 5 Jahre nach Rechnungsdatum.

Selbst beim Gebrauchtkauf von einem Händler ist oft das Rechnungsdatum auf der Gebrauchtkaufrechnung ausschlaggebend.

Eine kurze Nachfrage beim gewünschten Versicherer hilft hier weiter, um den optimalen Schutz für das gebrauchte Lasten- oder Cargobike abzusichern.

Schutzbriefleistungen

Wie bereits erwähnt, sind Lastenräder meist mit einem höheren Eigengewicht versehen.

Bei einer Panne unterwegs ist der Nutzer dann meist aufgeschmissen, vor allem wenn durch die Panne (beispielsweise des Motors) das Bike nicht mehr fahrbar ist.

Schutzbreifleistungen unterstützen den Nutzer dahingehend und arrangieren nach einem kurzen Anruf einer 24-Stunden Notfallnummer entweder die Reparatur, die Bergung oder sogar den Transport in eine Werkstatt.

Meist greifen diese Leistungen nicht nur innerhalb deutschlands, sondern erstrecken sich je nach Versicherer auf die EU oder weltweit. 

So kann man ab einer bestimmten Entfernung zum Hotel bei Panne im Ausland oft darauf vertrauen, dass der Fahrer sogar in ein nahegelegenes Hotel gebracht wird und die Übernachtungskosten gestellt werden.

Selbstverständlich sind Schutzbriefleistungen von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich und ein Blick in die Versicherungsbedingungen leistet hier Abhilfe.

Lastenräder als Eigenbauten

Sollte ein selbst konzipiertes Lastenrad versichert werden, so ist dies ebenfalls unter bestimmten Voraussetzungen bei einigen Versicherern möglich.

Die Grundvoraussetzung ist meist, dass die Montage von einem Fachmann durchgeführt wurde und eine Rechnung als Nachweis vorhanden ist.

Der Versicherungsschutz greift meist nicht, wenn man das Lastenrad selber zusammengebaut hat. Wir empfehlen, uns vorher zu kontaktieren, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Grundvoraussetzungen

Damit der Versicherungsschutz – nicht nur bei Cargo- oder Lastenrädern – greift muss das Bike mit einem eigenständigen Schloss gesichert werden.

Diese Sicherung bedeutet oft, dass das Bike an einen festen Gegenstand angeschlossen wird.
Zeitgemäße Versicherer verzichten sogar auf das Anschließen an einen festen Gegenstand und setzen lediglich das Sichern des Bikes in sich selbst voraus.

Auch der Schlosspreis ist heutzutage nicht überall ausschlaggebend.

Obwohl ein Großteil der Versicherer ein Minimum von 50€ voraussetzt, verzichten einige Versicherer (Ammerländer, FahrSicher, GVO oder Häger) auch darauf und benötigen lediglich ein Foto eines Schlosses als Nachweis.

Sollte ein Schaden am Lasten- oder Cargobike auftreten sollte dieser unverzüglich der Versicherung oder dem Ansprechpartner gemeldet werden.

Bei einem Diebstahlfall sollte zudem eine Anzeige bei der Polizei erfolgen und im Anschluss inkl weiterer Unterlagen (Schadensanzeige in Textform, Rechnung des Bikes (am besten als Original), Rechnung des Schlosses, Kontoverbindung zur Überweisung der Schadenssumme) an den Versicherer gesendet werden.